Die Darmspiegelung in München / Koloskopie

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Darmspiegelung in München – Ablauf, Vorbereitung & Vorteile

Eine Darmspiegelung (Koloskopie) ist die wichtigste Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs. In unserer Praxis in München Bogenhausen führen wir die Untersuchung schonend, sicher und mit modernster Technik durch.



Wie gefährlich ist Darmkrebs?

Darmkrebs ist derzeit die zweithäufigste Tumorerkrankung bei Frauen und die dritthäufigste Tumorerkrankung bei Männern in Deutschland, wie aus den Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Darmkrebs entsteht fast immer aus zunächst gutartigen Vorstufen, den Darmpolypen. Die meisten Polypen bleiben klein und harmlos. Manche wachsen aber über viele Jahre und einige werden bösartig. Darmkrebs entsteht fast immer im Dickdarm. Wenn es in Ihrer Familie schon Darmkrebserkrankungen gab oder Sie an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung leiden, besteht ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Sprechen Sie bitte in diesem Fall mit uns, ob eine Darmspiegelung schon vor Ihrem 50. Geburtstag sinnvoll wäre.



Die Darmspiegelung (Koloskopie) allgemein

Die Darmspiegelung – medizinisch auch Koloskopie genannt – ist eine wichtige Diagnosemöglichkeit bei Beschwerden im Bereich des Darms. Die Untersuchung kann bei vielfältigen Symptomen wie Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen, Juckreiz am After oder Blut im Stuhl zum Einsatz kommen und Hinweise auf die Ursachen liefern. Zudem ist es die wichtigste Vorsorgeuntersuchung, um Darmkrebs frühzeitig zu erkennen.

In der Praxis „Gastroenterologie München Bogenhausen“ sind wir auf die Durchführung von Darmspiegelungen spezialisiert und bringen große Erfahrung in diesem Bereich mit. Sie brauchen also keine Angst zu haben und können ganz auf unsere erfahrenen Hände vertrauen.

Warum ist eine Darmspiegelung wichtig?

Die Darmspiegelung (Koloskopie) gilt als die wichtigste Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 60.000 Menschen an Darmkrebs. Da die Erkrankung in frühen Stadien häufig keine Beschwerden verursacht, bleibt sie oft lange unbemerkt.

Ein besonderer Vorteil der Darmspiegelung besteht darin, dass nicht nur Krebs frühzeitig erkannt werden kann. Während der Untersuchung lassen sich auch Darmpolypen entdecken und direkt entfernen. Da viele Darmkrebsfälle aus zunächst gutartigen Polypen entstehen, kann die Darmspiegelung die Entstehung von Darmkrebs in vielen Fällen sogar verhindern.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind besonders wichtig für Menschen ab dem 50. Lebensjahr sowie für Personen mit familiärer Vorbelastung oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Je früher Veränderungen erkannt werden, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen.

Die Darmspiegelung ist daher nicht nur eine Untersuchung zur Diagnose von Beschwerden, sondern vor allem eine wirksame Maßnahme zur Vorsorge und zum langfristigen Schutz Ihrer Darmgesundheit.


Gründe für eine Darmspiegelung
(Koloskopie)

Es gibt verschiedene Gründe, eine Darmspiegelung durchzuführen, die von spezifischen Beschwerden bis hin zur Vorsorge reichen. Zu den häufigsten gehören:

  • Vorsorgeuntersuchung zur Darmkrebsfrüherkennung: Menschen ab einem gewissen Alter, meist ab 50 Jahren, wird eine Darmspiegelung empfohlen, da die Wahrscheinlichkeit für Darmpolypen und Darmkrebs mit zunehmendem Alter steigt. Durch die Koloskopie können potenziell krebsartige Polypen rechtzeitig entdeckt und entfernt werden. Beim Darmkrebs-Screening-Programm können zukünftig auch Frauen bereits ab dem Alter von 50 Jahren eine Darmspiegelung (Koloskopie) in Anspruch nehmen.
  • Blut im Stuhl: Blut im Stuhl kann auf Polypen, Entzündungen oder sogar Darmkrebs hindeuten. Eine Koloskopie hilft, die genaue Ursache festzustellen.
  • Chronische Darmbeschwerden: Anhaltende Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen oder Blähungen können Anlass zur Darmspiegelung geben, um Erkrankungen wie das Reizdarmsyndrom oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa auszuschließen.
  • Familiäre Vorbelastung: Bei familiärer Vorbelastung mit Darmkrebs oder Darmpolypen kann eine Darmspiegelung sinnvoll sein, um frühzeitig mögliche Veränderungen zu erkennen und das Risiko zu minimieren.
  • Unklare Gewichtsabnahme oder Eisenmangel: Diese Symptome können ein Hinweis auf versteckte Blutungen im Darm sein, die sich durch eine Koloskopie lokalisieren lassen.
  • Diagnose und Verlaufskontrolle bei CED: Bei Erkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa dient die Koloskopie sowohl der Diagnose als auch der Verlaufsbeobachtung, um den Zustand der Darmschleimhaut und die Effektivität der Behandlung zu bewerten.

Wann ist eine Darmspiegelung (Koloskopie) sinnvoll? Bei welchen Symptomen und ab welchem Alter?

Bei Darmproblemen gibt es einiges, was Sie tun können. Wer wiederkehrende Symptome wie Blähungen, Schmerzen, Veränderungen der Stuhlhäufigkeit und -konsistenz oder gar Blut im Stuhl hat, sollte mit einem Besuch beim Arzt allerdings nicht zu lange warten. Überwiegend stecken zwar harmlose Ursachen dahinter, doch können auch Polypen oder schon Darmkrebs der Grund für Ihre Beschwerden sein. Und gerade dann ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend für den späteren Behandlungserfolg.

Darüber hinaus gibt es chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie zum Beispiel Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, die eine Darmspiegelung notwendig machen.

Gut zu wissen: Die Darmkrebsvorsorge, am besten im Rahmen einer Koloskopie, sollte ab dem 50. Lebensjahr durchgeführt werden. Beim Darmkrebs-Screening-Programm können zukünftig auch Frauen bereits ab dem Alter von 50 Jahren eine Darmspiegelung (Koloskopie) in Anspruch nehmen. Bei Darmkrebsfällen in der Familie sollte die Untersuchung schon früher stattfinden. Wir geben Ihnen gerne eine individuelle Untersuchungsempfehlung. So können Sie aktiv etwas dafür tun, dass Risiko für Darmkrebs oder einen schweren Krankheitsverlauf zu senken.



Die Darmspiegelung zur Darmkrebsvorsorge

Allein in Deutschland erkranken jährlich mehr als 60.000 Menschen neu an Darmkrebs. Doch man kann viel dafür tun, das Erkrankungsrisiko zu minimieren. Die Früherkennung ist dabei die wichtigste Waffe. Rechtzeitig erkannt, ist Darmkrebs nämlich sehr gut heilbar, da sich diese Krebsart aus gutartigen Vorstufen, den sogenannten Polypen entwickelt.

Die Koloskopie ist eine wichtige Maßnahme im Rahmen der Darmkrebsvorsorge. Sie richtet sich nach Ihrem individuellen Darmkrebsrisiko und davon hängt es dann ab, wann und wie häufig welche Untersuchung sinnvoll ist. Man unterscheidet hierbei zwischen Menschen mit einem erhöhten Risiko, z. B. weil es schon Darmkrebs in der Familie gab, und Menschen, die keine Risikofaktoren haben.

Prinzipiell gilt: Bei erhöhtem Darmkrebsrisiko raten wir Ihnen, schon in jüngeren Jahren mit den Vorsorgeuntersuchungen zu beginnen.


Die Vorbereitung auf die Darmspiegelung (Koloskopie)

Eine gründliche Vorbereitung ist für eine erfolgreiche Koloskopie unerlässlich, da nur ein sauberer Darm klare Sicht auf die Schleimhautstrukturen erlaubt.

Das Wichtigste vorab: Sie brauchen keine Angst vor einer Darmspiegelung zu haben! Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und in der Regel bekommen Sie eine Schlafspritze (Sedierung), so dass Sie von der Untersuchung selbst nichts mitbekommen und dem Eingriff ganz entspannt entgegensehen können.

  • Ernährungsumstellung: Einige Tage vor der Untersuchung wird empfohlen, ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte, Obst mit Kernen oder Hülsenfrüchte zu meiden, um den Darm zu entlasten. Am Tag vor der Koloskopie sollte nur leichte, leicht verdauliche Kost eingenommen werden. Auch Blattsalate, Paprika, Pilze oder Spinat sollten Sie am Vortag der Untersuchung nicht mehr verzehren.
  • Fasten am Tag vor der Untersuchung: Die richtige Darmreinigung beginnt dann am Tag vor der Untersuchung, Sie dürfen zunächst noch ein ballaststoffarmes Frühstück und Mittagessen zu sich nehmen, ab 14:00 Uhr dann bitte nichts mehr essen, nur noch trinken (Wasser, Tee oder klare Brühe)  und das bitte reichlich.
  • Darmreinigungsmittel zur Darmreinigung: Am Vorabend , meist gegen 18:00 Uhr, nehmen Sie nach Anweisung das Darmreinigungsmittel zu sich. Trinken Sie möglichst viel klare Flüssigkeit. Je sauberer der Darm ist, desto besser ist die Sicht und der Arzt kann auch kleine Gewebeveränderungen sicher erkennen.
  • Einnahme der Medikamente: Bestimmte Medikamente, insbesondere Blutverdünner, könnten die Untersuchung erschweren. Deshalb sollten Patienten vor der Untersuchung den Arzt informieren, damit gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen werden.
  • Schlafmittel und Begleitung: Da ein Schlafmittel verabreicht wird, darf die Patientin oder der Patient am Untersuchungstag  – nach der Darmspiegelung – nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, weder mit dem Auto noch mit dem Fahrrad. Es wird empfohlen, sich nach der Untersuchung von einer Begleitperson abholen zu lassen, auch wenn dies nicht zwingend erforderlich ist. Alternativ ist die Heimfahrt mit einem Taxi möglich. Die Entlassung erfolgt erst, wenn Ihr Zustand stabil ist.


Der Ablauf der Darmspiegelung mit Sedierung (Schlafspritze)

Eine Darmspiegelung ist nicht schmerzhaft. Wir versetzen Sie zunächst in einen sanften, meist erholsamen Schlaf. Sie atmen dabei selbständig. Wir überwachen alle wichtigen Körperfunktion engmaschig und gewissenhaft. So bekommen Sie von dem Eingriff nichts mit und sind ganz entspannt. Da die Sedierung genau auf die Dauer des Eingriffs abgestimmt werden kann, ist das Risiko für Nebenwirkungen sehr gering.

Sobald Sie schlafen, wird die Koloskopie durchgeführt. Dazu führen wir einen biegsamen Schlauch über den After den gesamten Dickdarm entlang bis zum „Beginn“ des Dickdarmes, dem Coecum. Die Durchführung und Beurteilung erfolgt mit Hilfe einer Kamera an der Spitze des Endoskops. Die Entfaltung des Darmes erreichen wir mit CO2-Gas, so lässt sich die Oberfläche (Schleimhaut) des Darmes bestmöglich begutachten. Meist untersuchen wir auch das Ende des Dünndarmes (Ileum) über mehrere Zentimeter mit.

Während der Untersuchung können wir über einen Arbeitskanal Gewebeproben entnehmen und sie zur weiteren Beurteilung an einen Pathologen schicken. Diese Probenentnahme ist schmerzlos. Zusätzlich können wir auch Gewebewucherungen, sogenannte Polypen (potenzielle Vorstufen von Darmkrebs) mit speziellem Zubehör über den Arbeitskanal entfernen.

Darmspiegelungen führen wir mit einem Prozessor, einer Lichtquelle und Endoskopen durch. Wir nutzen eine der modernsten Endoskopietechnologien und ermöglichen neben einer Bildwiedergabe in HD-Standard auch eine besondere Bildverarbeitung zur Hervorhebung der Oberflächenstruktur der Schleimhaut, dem Narrow-Band-Imaging (NBI).

Zusätzlich verwenden wir als besonderen Service für unsere Patienten ausschließlich CO2-Gas, das vom Körper problemlos aufgenommen wird und im Vergleich zu Raumluft zu deutlich weniger Blähungen und Schmerzen nach der Untersuchung führt.


Dauer und mögliche Nachwirkungen

Die Darmspiegelung (Koloskopie) selbst dauert in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten. Einschließlich der Vorbereitungs- und Erholungszeit sollten Sie jedoch mehr Zeit einplanen. Rechnen Sie insgesamt mit einem Aufenthalt von ungefähr zwei Stunden.

  • Blähungen und Völlegefühl: Durch die während der Untersuchung zugeführte Luft kann ein leichtes Völlegefühl oder Blähungen entstehen, die aber meist innerhalb weniger Stunden von selbst verschwinden.
  • Krämpfe oder Druckgefühl: Manche Patienten berichten nach der Untersuchung über ein leichtes Druck- oder Krampfgefühl, das durch die Luftzufuhr und die Darmbewegungen entsteht.
  • Schläfrigkeit und Ruhebedarf: Aufgrund der verabreichten Beruhigungsmittel können Müdigkeit und Schläfrigkeit nach der Untersuchung noch einige Stunden anhalten. Daher sollte der/die PatientIn keine wichtigen Entscheidungen treffen und sich ausreichend Ruhe gönnen.


Gibt es eine Alternative zur Darmspiegelung (Koloskopie)?

Die Kapselendoskopie kann eine Alternative zur herkömmlichen Darmspiegelung darstellen. Die Kapselendoskopie eignet sich vor allem zur Untersuchung des Dünndarms. Doch auch der Dickdarm lässt sich mit einer Kapsel unter die Lupe nehmen, in der Regel im Rahmen einer Krebsvorsorgeuntersuchung.  Der Vorbereitungsaufwand ist hier allerdings größer (für den Dickdarm meist 3 Tage), die Aussagekraft ist etwas geringer als die konventionelle Endoskopie und man hat keine Möglichkeit der Probenentnahme oder Polypenentfernung.

Für diese Untersuchung bedarf es neben einer guten Vorbereitung auch noch während der Passage der Dickdarmkapsel die Einnahme einer klaren Flüssigkeit und einer abführenden Substanz nach einem vorgegebenen Schema, damit die Kapsel in vertretbarer Zeit auch wirklich den gesamten Dickdarm durchläuft. Während der sechs- bis achtstündigen Darmpassage, sendet die Kapsel per Funk Bilder aus dem Darminneren an einen mitgeführten Datenrekorder. Der/die PatientIn kann sich in dieser Zeit frei bewegen.

Nach der Untersuchung scheidet der Patient die Mini-Kamera innerhalb von drei Tagen ganz normal mit dem Stuhlgang aus. Die Auswertung der Bilder erfolgt in den folgenden Tagen, ein Termin zur Befundbesprechung wird zeitnah vereinbart.


Verhalten und Nachsorge nach der Darmspiegelung (Koloskopie)

Nach der Darmspiegelung (Koloskopie) sollten bestimmte Anweisungen beachtet werden, um mögliche Beschwerden zu minimieren und die Genesung zu unterstützen:

  • Essen und Trinken: Sobald das Beruhigungsmittel abgeklungen ist, kann der Patient wieder essen und trinken. Es ist ratsam, mit leichten, gut verdaulichen Mahlzeiten zu beginnen und den Darm langsam wieder an normale Kost zu gewöhnen.
  • Ruhe und Begleitung: Da die Beruhigungsmittel eine gewisse Nachwirkung haben können, sollte der/die PatientIn sich am Untersuchungstag schonen und keine anstrengenden Tätigkeiten oder Autofahrten unternehmen.
  • Medikamenteneinnahme: Der Arzt gibt Anweisungen, wann der Patient seine regulären Medikamente wieder einnehmen kann. In seltenen Fällen werden Antibiotika verordnet, insbesondere wenn Gewebeproben entnommen wurden.
  • Symptome beobachten: Leichte Beschwerden wie Blähungen und Krämpfe sind normal und klingen meist schnell ab. Bei ernsthaften Symptomen wie starken Schmerzen, Fieber oder Blutungen sollte jedoch umgehend ein Arzt kontaktiert werden.


Kostenübernahme der Krankenkassen

Bitte denken Sie daran, dass wir eine Privatpraxis sind. Selbstzahler sind herzlich willkommen – die Kosten können auf Wunsch transparent vorab besprochen werden

Jährlich erkranken rund 60.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Eine frühe Erkennung verbessert die Heilungschancen erheblich oder kann den Ausbruch der Krankheit sogar verhindern. Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Darmkrebsvorsorge ab einem Alter von 50 Jahren, bei Männern und bei Frauen. Seit dem 1. Juli 2019 erhalten alle gesetzlich Versicherten zudem schriftlich eine Einladung zur Vorsorgeuntersuchung.

Sie haben ab 50 Jahren alternativ zum Stuhltest auch einen Anspruch auf zwei Vorsorge-Koloskopien im Mindestabstand von zehn Jahren. Wird das Angebot erst ab dem 65. Lebensjahr in Anspruch genommen, haben sie Anspruch auf nur eine Vorsorgekoloskopie.

Frauen und Männer, die im Früherkennungsprogramm keine Darmspiegelung wahrnehmen möchten, können ab 50 Jahren zukünftig alternativ alle zwei Jahre einen iFOB-Test machen.


Wie erhalte ich einen Stuhltest?

Der Stuhltest kann beim Hausarzt oder Fachärzten wie Gynäkologen, Urologen oder Internisten angefordert werden und wird dann zuhause durchgeführt. Die Probe sollte innerhalb eines Tages wieder in der Praxis abgegeben werden. Bei positivem Befund informiert der Arzt und bespricht die nächsten Schritte; eine Auffälligkeit muss in der Regel durch eine Darmspiegelung abgeklärt werden.

Ein Gastroenterologe ist die erste Anlaufstelle für eine Magen- bzw. Darmspiegelung. Wir stehen Ihnen gerne für weitere Auskünfte und zur Terminvereinbarung zur Verfügung – gerne können Sie auch gleich online einen Termin vereinbaren.


Bin ich familiär vorbelastet?

Rund 30 Prozent der Darmkrebserkrankungen treten familiär gehäuft auf, das heißt, dass Darmkarzinome oder Darmpolypen bereits bei anderen Familienmitgliedern diagnostiziert wurden. Für direkte Verwandte – also Eltern, Geschwister und Kinder – bedeutet dies ein erhöhtes Risiko, selbst an Darmkrebs zu erkranken. Bereits ein erkrankter Verwandter kann das persönliche Risiko um das Zwei- bis Dreifache steigern.

Sollten Sie familiär vorbelastet sein, wird eine frühzeitige Darmspiegelung empfohlen, da ein Stuhltest in diesem Fall nicht zuverlässig genug ist, um alle Polypen oder Karzinome zu erkennen.

Ein hilfreicher erster Anhaltspunkt kann der Schnell-Check Darmkrebs der Felix Burda Stiftung sein. Dieser Online-Risikotest wurde in Zusammenarbeit mit Humangenetikern und Magen-Darm-Experten entwickelt. Er ersetzt jedoch nicht die individuelle Beratung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Darmspiegelung: Häufige Fragen und Antworten

In der Regel sind endoskopische Untersuchungen vollkommen unproblematisch. Dennoch nehmen wir Ihre Sorgen ernst. Vor jeder Untersuchung führen Sie ein vertrauensvolles Gespräch mit Ihrem untersuchenden Arzt. Hierbei gehen wir gezielt auf Ihre Befürchtungen ein und erörtern Ihr individuelles Nutzen-Risiko-Verhältnis.

Sollten Sie bedeutende Vorerkrankungen oder erhebliche Angst haben, ziehen wir zu Ihrer Sicherheit ggf. einen zweiten Arzt hinzu oder überweisen Sie an ein mit uns kooperierendes Krankenhaus. In der Regel ist dies jedoch nicht notwendig.

Nein. In der Regel führen wir die Untersuchung in einem Dämmerschlaf (Sedierung, “Schlafspritze”) durch. Während und nach der Untersuchung haben Sie in der Regel keine Schmerzen, sondern schöne Träume.

Die darüber hinaus angebotene CO2-Insufflation sorgt dafür, dass Sie weniger Schlafmittel brauchen und dass Sie nach der Untersuchung weniger Beschwerden durch einen geblähten Bauch haben.

Vor der Darmspiegelung (Koloskopie) ist  eine vollständige Entleerung und optimale Reinigung des Darms notwendig. Dies erhöht nicht nur die Sicherheit der Prozedur, sondern ermöglicht die eine bestmögliche Beurteilung der Schleimhaut zur Entdeckung von Polypen.

Bitte stellen Sie bereits fünf Tage vor der Untersuchung Ihre Ernährung auf eine ballaststoffarme und kernfreie Kost um – d.h. im Wesentlichen kein Gemüse, kein Obst und keine faserhaltigen Lebensmittel.

Das eigentliche “Abführen” beginnt am Vortag der Untersuchung. Bitte beachten Sie die detaillierten Anweisungen unserer Vorbereitungs-Information, welches Ihnen am Tag des ärztlichen Aufklärungsgespräches gemeinsam mit dem Abführmittel überreicht wird.

Die bei der Darmspiegelung erkannten Polypen werden während der Untersuchung entfernt. Der Darm ist schmerzunempfindlich, so dass die Prozedur keine Schmerzen verursacht. Über den Arbeitskanal des Endoskops wird eine feine Drahtschlinge vorangeschoben, um den Polypen gelegt und zugezogen. Für einen kurzen Moment wird dabei ein Hochfrequenz-Strom durch die Drahtschlinge geleitet. Durch die Hitzeeinwirkung wird der Polyp abgeschnitten und die Blutgefäße werden verschlossen. Der abgeschnittene Polyp wird dann zusammen mit dem Endoskop aus dem Darm herausgezogen. Anschließend wird der Polyp zur feingeweblichen Untersuchung ins Labor geschickt. Dort wird analysiert, ob bereits Krebszellen vorhanden waren und ob der Polyp vollständig entfernt werden konnte.

Ja. Nach Untersuchung wird in der Regel der visuelle Befund besprochen und auf Wunsch die Bilder der Untersuchung gezeigt. Zudem erhalten Sie einen schriftlichen vorläufigen Arztbrief. Nach der histologischen Untersuchung der Gewebeproben durch den Pathologen, meist nach 7 bis 14 Tagen, senden wir einen abschließenden Bericht mit Therapie- und ggf. Nachsorgeempfehlungen an die/den überweisenden Kollegin/en.

Nein. Ausgedruckte Bilder im Arztbrief genieren selten einen Mehrwert und sind meist von minderer Qualität.

Eine Darmspiegelung bzw. Koloskopie dauert ca. 30 Minuten. Nach einer Sedierung rechnen Sie bitte ca. 30 bis 60 Minuten zur Erholung mit ein. In der Regel halten Sie sich 2 Std. in unserer Praxis auf.

Bitte haben Sie Verständnis, dass sich durch komplexe Untersuchung mit Polypenentfernung Wartezeiten ergeben können.

Nein. Die Hygiene ist das Kernelement der Endoskopie, auf das Sie sich voll verlassen können müssen. Wir bereiten die Geräte nach strengsten Kriterien durch manuelle Vorreinigung mit anschließender vollautomatischer Desinfektion (RDGE) unter Verwendung von Peressigsäure auf.

Als endoskopische Zusatzinstrumente wie Biopsiezangen, Biopsieventile oder Polypenschlingen verwenden wir ausschließlich Einmalprodukte.

Wenn Sie eine Schlafspritze erhalten haben, dürfen Sie bis zum Folgetag nicht selbst aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Daher ist eine Abholung durch eine mündige Person zur Gewährleistung einer sicheren Heimfahrt vorgeschrieben und muss durch Unterschrift der Abholperson bzw. des Taxifahrers dokumentiert werden.

Keinesfalls dürfen Sie selbst Auto, Motorrad oder Fahrrad fahren. Gefährliche Tätigkeiten oder wichtige Entscheidungen sollten Sie am Untersuchungstag nicht ausüben bzw. treffen – Sie sind nicht geschäftstüchtig.

Ja! Jeder Versicherte/Versicherter ab 50 Jahren hat einen Anspruch darauf. Zur „Erinnerung“ an die Darmkrebsvorsorge bekommen Sie aber ab dem Alter von 50 Jahren alle 5 Jahre zum Geburtstag einen Brief Ihrer gesetzlichen Krankenkasse, letztmalig zum 65. Geburtstag.

Bitte denken Sie daran, dass wir eine Privatpraxis sind. Selbstzahler sind herzlich willkommen – die Kosten können auf Wunsch transparent vorab besprochen werden.

Bei etwa 30 Prozent der Darmkrebserkrankungen sind Darmkarzinome und Darmpolypen bereits bei anderen Familienmitgliedern aufgetreten. Dies bedeutet für alle direkten Verwandten der Betroffenen – das sind Eltern, Geschwister und Kinder -, dass sie ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben. Nur ein direkter Verwandter mit Darmkrebs erhöht das eigene Risiko für die Entwicklung dieser Erkrankung um das Zwei- bis Dreifache. Wenn Sie familiär belastet sind, sollten Sie frühzeitig eine Darmspiegelung durchführen lassen. Ein Stuhltest ist dann auf jeden Fall nicht zu empfehlen, weil sich damit nicht alle vorhandenen Polypen und Karzinome erkennen lassen.

Der Schnell-Check Darmkrebs der Felix Burda Stiftung könnte ein Anhaltspunkt sein, ob und wann Sie zur Vorsorge gehen sollten. Dieser Online-Risikotest wurde zwar von der Felix Burda Stiftung gemeinsam mit Humangenetikern und Magen-Darm-Ärzten entwickelt, ersetzt aber nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin. 

Testen Sie Ihr Darmkrebsrisiko!

Dank moderner Sedierung empfinden die meisten Patienten die Darmspiegelung als schmerzfrei. Viele schlafen während der Untersuchung und erinnern sich anschließend kaum daran.

Die eigentliche Darmspiegelung dauert in unserer Praxis in der Regel nur etwa 20 bis 30 Minuten. Dank einer schonenden Sedierung („Schlafspritze“) schlafen die meisten Patientinnen und Patienten während der Untersuchung und bekommen davon kaum etwas mit.

Für den gesamten Termin sollten Sie jedoch etwas mehr Zeit einplanen. Neben dem Aufklärungsgespräch und der Vorbereitung benötigen Sie nach der Untersuchung noch eine kurze Erholungsphase. Insgesamt sollten Sie daher mit einem Aufenthalt von etwa 1,5 bis 2 Stunden in unserer Praxis rechnen.

Nach der Sedierung dürfen Sie am Untersuchungstag nicht selbst Auto fahren oder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Planen Sie daher bitte eine Begleitperson oder die Heimfahrt mit einem Taxi ein.

Unser erfahrenes Team begleitet Sie während des gesamten Ablaufs und sorgt dafür, dass die Untersuchung für Sie so angenehm und entspannt wie möglich verläuft.

Ja. In den meisten Fällen können Darmpolypen während derselben Untersuchung schmerzfrei entfernt werden.

Der Untersuchungsbefund wird meist direkt nach der Darmspiegelung besprochen. Ergebnisse von Gewebeproben liegen in der Regel nach einigen Tagen vor.

Die Darmspiegelung gilt als sehr sicheres Routineverfahren. Schwerwiegende Komplikationen sind selten.

Die Darmspiegelung gilt als ein sehr sicheres und bewährtes Untersuchungsverfahren. Jedes Jahr werden in Deutschland zahlreiche Koloskopien durchgeführt, wobei schwerwiegende Komplikationen nur selten auftreten.

Dank moderner Endoskopietechnik, einer sorgfältigen Vorbereitung und unserer langjährigen Erfahrung können Risiken auf ein Minimum reduziert werden. Während der Untersuchung überwachen wir kontinuierlich alle wichtigen Körperfunktionen, insbesondere wenn eine Sedierung („Schlafspritze“) durchgeführt wird.

In seltenen Fällen können Blutungen auftreten, insbesondere wenn Polypen entfernt oder Gewebeproben entnommen werden. Diese Blutungen lassen sich in den meisten Fällen bereits während der Untersuchung behandeln. Sehr selten kann es zu einer Verletzung der Darmwand (Perforation) kommen, die gegebenenfalls eine weitere medizinische Behandlung erforderlich macht.

Auch die verwendeten Medikamente zur Sedierung können in Einzelfällen zu Kreislauf- oder Atemreaktionen führen. Durch die engmaschige Überwachung während der gesamten Untersuchung können wir jedoch schnell und sicher reagieren.

Leichte Beschwerden wie Blähungen, ein Druckgefühl im Bauch oder vorübergehende Müdigkeit nach der Sedierung sind hingegen normal und klingen meist innerhalb weniger Stunden von selbst wieder ab.

Vor jeder Darmspiegelung besprechen wir mit Ihnen ausführlich mögliche Risiken, Vorerkrankungen und die Einnahme von Medikamenten. So stellen wir sicher, dass die Untersuchung individuell auf Ihre gesundheitliche Situation abgestimmt wird und für Sie möglichst sicher und schonend verläuft.

Nach einer Darmspiegelung können Sie in der Regel wieder normal essen und trinken, sobald die Wirkung der Sedierung nachgelassen hat. Da der Darm durch die Vorbereitung und Reinigung belastet wurde, empfehlen wir jedoch, zunächst mit leicht verdaulichen Speisen zu beginnen.

Gut geeignet sind beispielsweise Suppen, gedünstetes Gemüse, Kartoffeln, Reis, Zwieback, Joghurt oder andere leichte Mahlzeiten. Trinken Sie ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee, um den Flüssigkeitsverlust durch die Darmreinigung auszugleichen.

Auf sehr fettige, stark gewürzte oder schwer verdauliche Speisen sollten Sie am Untersuchungstag möglichst verzichten. Auch größere Mahlzeiten vertragen manche Patienten direkt nach der Untersuchung weniger gut. Hören Sie auf Ihren Körper und steigern Sie die Nahrungsaufnahme langsam wieder auf Ihr gewohntes Maß.

Wurden während der Darmspiegelung Polypen entfernt oder besondere Eingriffe durchgeführt, erhalten Sie von uns individuelle Empfehlungen für die Ernährung und das Verhalten in den Tagen nach der Untersuchung.

Sollten nach der Darmspiegelung stärkere Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit oder andere ungewöhnliche Beschwerden auftreten, kontaktieren Sie bitte umgehend unsere Praxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Wenn die Darmspiegelung mit einer Sedierung („Schlafspritze“) durchgeführt wurde, dürfen Sie am Untersuchungstag nicht selbst Auto fahren und sollten auch nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Die verabreichten Medikamente können Ihre Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Aufmerksamkeit noch mehrere Stunden nach der Untersuchung beeinträchtigen – auch wenn Sie sich bereits wieder fit fühlen.

Aus diesem Grund empfehlen wir, sich von einer Begleitperson abholen zu lassen oder für die Heimfahrt ein Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Auch das Bedienen von Maschinen, wichtige geschäftliche Entscheidungen oder Tätigkeiten mit erhöhtem Unfallrisiko sollten Sie am Untersuchungstag vermeiden.

Am Tag nach der Untersuchung können Sie Ihren gewohnten Aktivitäten in der Regel wieder uneingeschränkt nachgehen.

Sollte die Darmspiegelung in Ausnahmefällen ohne Sedierung durchgeführt werden, sprechen wir mit Ihnen individuell darüber, ob und unter welchen Voraussetzungen das Führen eines Fahrzeugs möglich ist.

Ihre Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Deshalb informieren wir Sie vor und nach der Untersuchung ausführlich über alle wichtigen Verhaltensregeln.

Wie häufig eine Darmspiegelung sinnvoll ist, hängt von Ihrem individuellen Risiko und dem Untersuchungsergebnis ab. Für Menschen ohne besondere Risikofaktoren wird die Darmspiegelung im Rahmen der Darmkrebsvorsorge ab dem 50. Lebensjahr empfohlen.

Ist die Untersuchung unauffällig und werden keine Polypen oder anderen Auffälligkeiten festgestellt, genügt in der Regel eine erneute Vorsorge-Darmspiegelung nach zehn Jahren. Dieses Intervall basiert auf der Tatsache, dass sich Darmkrebs meist sehr langsam über viele Jahre aus gutartigen Vorstufen entwickelt.

Wurden während der Untersuchung Polypen entfernt oder bestehen bestimmte Risikofaktoren, können kürzere Kontrollintervalle erforderlich sein. Dazu zählen beispielsweise eine familiäre Vorbelastung mit Darmkrebs, chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa oder bereits vorausgegangene Darmpolypen.

Die optimale Vorsorgestrategie ist immer individuell. Deshalb besprechen wir nach jeder Darmspiegelung die Befunde ausführlich mit Ihnen und geben eine persönliche Empfehlung, wann die nächste Untersuchung sinnvoll ist.

Eine regelmäßige Darmkrebsvorsorge gehört zu den wirksamsten Maßnahmen, um Darmkrebs frühzeitig zu erkennen oder sogar zu verhindern. Gerne beraten wir Sie, welches Vorsorgeintervall für Ihre persönliche Situation empfehlenswert ist.

Die Darmspiegelung ist die wichtigste Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs. Für Menschen ohne besondere Risikofaktoren wird die Vorsorge-Darmspiegelung heute bereits ab dem 50. Lebensjahr empfohlen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in diesem Alter die Kosten für die Darmkrebsvorsorge.

In bestimmten Fällen kann eine Darmspiegelung jedoch auch deutlich früher sinnvoll sein. Dazu gehören insbesondere Menschen mit einer familiären Vorbelastung, wenn beispielsweise Eltern, Geschwister oder Kinder an Darmkrebs oder Darmpolypen erkrankt sind. Auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sowie bei anhaltenden Beschwerden wie Blut im Stuhl, Bauchschmerzen, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder unerklärlichem Gewichtsverlust sollte eine frühzeitige Abklärung erfolgen.

Da das persönliche Darmkrebsrisiko von verschiedenen Faktoren abhängt, gibt es keine pauschale Empfehlung für jeden Menschen. In unserer Praxis beraten wir Sie individuell und beurteilen gemeinsam, ob und ab welchem Alter eine Darmspiegelung in Ihrem Fall sinnvoll ist.

Eine rechtzeitige Vorsorge kann entscheidend dazu beitragen, Darmkrebs frühzeitig zu erkennen oder durch die Entfernung von Polypen sogar zu verhindern.

Ja. Die Kosten für eine Darmspiegelung werden in vielen Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Im Rahmen der Darmkrebsvorsorge haben Frauen und Männer ab dem 50. Lebensjahr Anspruch auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Bei unauffälligem Befund kann die Untersuchung in der Regel nach zehn Jahren wiederholt werden.

Auch bei medizinischer Notwendigkeit – beispielsweise bei Blut im Stuhl, anhaltenden Bauchschmerzen, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, familiärer Vorbelastung oder anderen auffälligen Befunden – übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Untersuchung.

Bitte beachten Sie, dass unsere Praxis als Privatpraxis geführt wird. Privatversicherte erhalten die Untersuchung in der Regel entsprechend ihrer Vertragsbedingungen erstattet. Selbstzahler sind ebenfalls herzlich willkommen. Gerne informieren wir Sie vorab transparent über die anfallenden Kosten und erstellen auf Wunsch eine individuelle Kostenübersicht.

Wenn Sie unsicher sind, ob in Ihrem Fall eine Kostenübernahme möglich ist, beraten wir Sie gerne persönlich und klären gemeinsam die für Sie beste Vorgehensweise.

Sollten während der Darmspiegelung auffällige Veränderungen entdeckt werden, können wir in vielen Fällen bereits während der Untersuchung die notwendigen diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen einleiten.

Häufig handelt es sich dabei um Darmpolypen, also meist gutartige Schleimhautveränderungen. Diese können in der Regel direkt und schmerzfrei entfernt werden. Das entnommene Gewebe wird anschließend zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) an ein spezialisiertes Labor geschickt, um die genaue Art der Veränderung zu bestimmen.

Werden Entzündungen, Geschwüre oder andere Veränderungen der Darmschleimhaut festgestellt, entnehmen wir gezielt Gewebeproben, um eine sichere Diagnose stellen zu können. Dies ist ebenfalls schmerzfrei und verursacht in der Regel keine Beschwerden.

In seltenen Fällen können Befunde auf eine ernsthafte Erkrankung wie Darmkrebs hinweisen. Sollte sich ein entsprechender Verdacht ergeben, besprechen wir die weiteren Schritte ausführlich mit Ihnen. Dazu gehören gegebenenfalls zusätzliche Untersuchungen, eine weiterführende Diagnostik oder die Überweisung an spezialisierte Zentren und Fachkollegen.

Nach der Untersuchung erhalten Sie zunächst eine ausführliche Information über die sichtbaren Befunde. Sobald die Ergebnisse der feingeweblichen Untersuchung vorliegen, besprechen wir diese mit Ihnen persönlich und erstellen bei Bedarf einen individuellen Behandlungs- oder Kontrollplan.

Unser Ziel ist es, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen, verständlich zu erklären und gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche weitere Vorgehensweise festzulegen.

Ja. Durch die Entfernung von Darmpolypen können viele Darmkrebsfälle verhindert werden.

In der Hand eines erfahrenen Gastroenterologen/einer Gastroenterologin ist die Darmspiegelung eine sehr sichere und schonende Untersuchungsmethode. Komplikationen können aber in Ausnahmefällen auftreten.

Der Nutzen der Darmkrebsvorsorge ist eindeutig in zahlreichen Studien belegt und wird daher bei der Frau ab dem 55. Lebensjahr und beim Mann bereits ab dem 50. Lebensjahr empfohlen. Bei familiärer Häufung oder genetischer Belastung sollte diese frühzeitiger durchgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Felix Burda Stiftung

Die Sedierung ist keine Narkose sondern ein sanfter Dämmerschlaf, aus dem Sie jederzeit aufgeweckt werden können. Hierdurch ist die Untersuchung komfortabel und schmerzfrei. Wir verwenden meist Propofol, das sich durch eine hohe Sicherheit, eine sehr gute Verträglichkeit und Steuerbarkeit auszeichnet. Zu Ihrer Sicherheit überwachen wir kontinuierlich Sauerstoffsättigung, Blutdruck und Herzfrequenz, wenn medizinisch notwendig mit EKG. Unsere Assistentinnen besitzen eine Zusatzqualifikation in Sedierung und Notfallmanagement.

Nach einer Sedierung sind Sie bis zu 24 h nicht verkehrstüchtig (kein Auto, kein Fahrrad) und nicht geschäftsfähig. Daher stellen wir Ihnen eine Arbeitsunfähigkeit für den Untersuchungstag aus. Eine persönliche Abholung in der Praxis durch einen Angehörigen oder Bekannten ist notwendig und muss durch deren Unterschrift dokumentiert werden, alternativ rufen wir ein Taxi für Ihren Nachhauseweg.

Während der Dickdarmspiegelung ist die Füllung des Darms zur Entfaltung mit Gas notwendig, um eine möglichst gute Sicht zu ermöglichen. Der Vorteil der CO2-Insufflation gegenüber der konventionell verwendeten Raumluft besteht darin, dass Kohlendioxid 150-fach schneller aus dem Darm ins Blut aufgenommen und über die Lunge abgeatmet werden kann. Dies reduziert Schmerzen und Bauchkrämpfe durch Blähungen während und nach der Untersuchung. Die Überlegenheit und Sicherheit von CO2 in der Koloskopie ist durch zahlreiche Studien wissenschaftlich belegt. Bisher sind keine relevanten Nebenwirkungen bekannt, auch nicht bei Patienten mit Lungenerkrankungen.

Trotz der großen Vorteile CO2-Insufflation wird diese nicht von den gesetzlichen Krankenkassen, sondern nur von privaten Krankenkassen übernommen (GOÄ A370).

Diesen wichtigen Punkt entscheiden Sie bitte zu Ihrer Sicherheit nicht alleine, sondern während des ärztlichen Aufklärungsgespräches mit Dr. Pfundstein oder zuvor mit Ihrem Hausarzt.

Auf folgende Fragen sollten Sie vorbereitet sein: Wie ist die genaue Bezeichnung und Dosierung des Medikaments? Wieso nehmen Sie eine Blutverdünnung ein (z.B. Koronarstent, Lungenembolie, Thrombose, Schlaganfall,…)?

Nehmen Sie beispielsweise ASS 100 (Aspirin protect) aufgrund einer Herzerkrankung mit Koronar-Stents, darf dieses nicht pausiert werden: das Risiko eines Herzinfarktes durch Verschluss des Stents übersteigt die nur gering erhöhte Blutungsgefahr. Nehmen Sie ASS hingegen rein prophylaktisch ein, sollte dieses 10 Tage vor der Untersuchung pausiert werden.

Bei sogenannten oralen Antikoagulantien wie Marcumar, Lixiana, Xarelto oder Eliquis müssen ggf. überbrückend Spritzen verabreicht werden.

Selbstverständlich. Bitte teilen Sie uns dies ausdrücklich mit, so dass wir dies gesondert vermerken können. Sollten Sie dennoch keinen Brief erhalten oder nachträglich einen Brief wünschen, scheuen Sie sich bitte nicht, uns zu kontaktieren.

Vorteile einer Darmspiegelung bei Dr. Pfundstein

Eine Darmspiegelung in unserer Praxis in München bietet Ihnen maximale Sicherheit, modernste Diagnostik und eine besonders schonende Durchführung. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin und sorgen Sie aktiv für Ihre Gesundheit.

In der Praxis von Dr. Pfundstein profitieren Sie von:

  • langjähriger Erfahrung in der Gastroenterologie
  • spezialisierter Diagnostik des Magen-Darm-Trakts
  • hoher fachlicher Präzision

➡️ maximale Sicherheit bei der Untersuchung.

Ein großer Vorteil für Patientinnen und Patienten:

  • Untersuchung erfolgt auf Wunsch mit Sedierung
  • kaum oder keine Schmerzen
  • entspannte, stressfreie Atmosphäre

➡️ auch für ängstliche Patienten gut geeignet!

In der Praxis wird gearbeitet mit:

  • hochauflösender Endoskopie
  • moderner Diagnostik
  • präziser Früherkennung von Veränderungen

➡️ frühzeitiges Erkennen von Darmkrebs möglich.

Besonders wichtig für Privatpatienten und Selbstzahler:

  • zeitnahe Terminvergabe
  • kaum Wartezeit in der Praxis
  • strukturierter Ablauf

➡️ effizient und patientenfreundlich.

Anders als in großen Kliniken:

  • individuelle Beratung
  • Zeit für Fragen
  • persönliche Begleitung vor und nach der Untersuchung

➡️ mehr Vertrauen & Sicherheit.

Die Darmspiegelung ist:

  • die sicherste Methode zur Darmkrebsvorsorge
  • ermöglicht Entfernung von Polypen direkt während der Untersuchung

➡️ kann Leben retten.