Der Darmkrebsmonat März 2022 zeigt wie man gesund bleibt: Kostenloser Darm-Check verhindert Darmkrebs

Gemeinsame Pressemitteilung

Appell: „Darmkrebs-Vorsorge rettet Leben!“

Darmkrebs-Monat März: „Früh erkannt – Gefahr gebannt.“

Dortmund/Westfalen-Lippe, 25.02.2026 – Anlässlich des Darmkrebs-Monats März  appellieren Gesundheitsorganisationen in Westfalen-Lippe eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, das Vorsorgeangebot zu nutzen: „Darmkrebs ist heilbar. Wird er früh erkannt, liegen die Heilungschancen bei nahezu 100 Prozent. Deshalb unsere Bitte: Gehen Sie zur Darmkrebs-Vorsorge, denn sie rettet Leben. Für Darmkrebs wie für alle Krebsarten gilt: Früh erkannt – Gefahr gebannt!“, so der gemeinsame Aufruf von ÄKWL, AOK, bng, KVWL und vdek. Alljährlich im März rückt der Darmkrebs in den Blickpunkt. Die Gefahr, daran zu erkranken, erhöht sich mit zunehmendem Alter. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung und unter den krebsbedingten Todesfällen die häufigste Todesursache. Mehr als 50.000 Menschen erhalten jedes Jahr in Deutschland die Diagnose Darmkrebs – und fast jede zweite Darmkrebs-Erkrankung verläuft tödlich. Dafür nehmen mit 42 Prozent immer noch zu wenige Menschen Vorsorgeuntersuchungen wahr (vgl. „INFO: Darmkrebs ist tödlich – trotzdem sorgen zu wenige vor“).

Alljährlich im März rückt der Darmkrebs in den Blickpunkt. Die Gefahr, daran zu erkranken, erhöht sich mit zunehmendem Alter. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung und unter den krebsbedingten Todesfällen die häufigste Todesursache. Mehr als 50.000 Menschen erhalten jedes Jahr in Deutschland die Diagnose Darmkrebs – und fast jede zweite Darmkrebs-Erkrankung verläuft tödlich. Dafür nehmen mit 42 Prozent immer noch zu wenige Menschen Vorsorgeuntersuchungen wahr (vgl. „INFO: Darmkrebs ist tödlich – trotzdem sorgen zu wenige vor“).

Bewusster Lebensstil senkt Darmkrebs-Risiko

Dabei kann jeder und jede Einzelne mit einem bewussten Lebensstil vorbeugen und selbst dazu beitragen, sein Risiko für eine Darmkrebs-rkrankung zu senken: mit einer ausgewogenen, ballaststoffreichen Ernährung mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Gemüse sowie weniger Fleisch; hier empfiehlt sich zudem Geflügel und Fisch anstelle von rotem Fleisch und Wurstwaren. Auch ausreichende Bewegung, der Verzicht auf Tabak und ein maßvoller Umgang mit Alkohol senken das Darmkrebs-Risiko.

Zwei Angebote, ein Ziel: Darmkrebs verhindern

Zwei konkrete Vorsorgeangebote helfen, eine Darmkrebs-Erkrankung früh zu erkennen und einen schweren Verlauf zu verhindern: Zum einen können Männer wie Frauen ab 50 Jahren eine Darmspiegelung („Koloskopie“) in Anspruch nehmen, für Frauen gilt diese Altersgrenze seit dem vergangenen Jahr. Verläuft die erste Untersuchung ohne Befund, wird eine Zweituntersuchung im Abstand von zehn Jahren empfohlen. Gesetzlich Krankenversicherte haben so Anspruch auf zwei Darmspiegelungen. Zum anderen können Frauen und Männer ebenfalls ab 50 Jahren, die im Früherkennungsprogramm keine Darmspiegelung wahrnehmen möchten, alle zwei Jahre einen sogenannten Stuhl-Test machen. Die Kosten für diese immunologischen Tests („iFOBT“) auf nicht sichtbares Blut im Stuhl übernehmen ebenfalls die Krankenkassen. Die Stuhltests lassen sich ohne ärztliche Hilfe allein zu Hause durchführen. – sk

Darmkrebs-Check: Vorsorge wirkt!

Vor diesem Hintergrund und weil ihnen das Thema Darmkrebs-Vorsorge besonders am Herzen liegt, rufen die folgenden Organisationen zum Darmkrebs-Check auf: der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands (bng), die NRWLandesvertretung des Verbands der Ersatzkassen (vdek), die AOK NordWest, die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) und die Kassenärztliche Vereinigung WestfalenLippe (KVWL). Hier Stimmen der Vorsorge-Partner:

Dr. Ulrich Tappe, erster Vorsitzender des bng und in Westfalen-Lippe niedergelassener Gastroenterologe: „Die Darmkrebsprävention ist eine echte Erfolgsgeschichte. Dank der Vorsorgekoloskopie konnte das Darmkrebsrisiko in Deutschland in den letzten zehn Jahren um über 35 Prozent gesenkt werden, wie Daten des Robert-Koch-Instituts zeigen. Der große Vorteil der Darmspiegelung liegt darin, dass durch die Entfernung von Polypen, die sich in einer Vorstufe bilden, Krebs häufig verhindert werden kann, bevor er entsteht. Moderne Untersuchungen sind dank leichter Sedierung mit Beruhigungsmitteln schmerzlos und unkompliziert, die Risiken im Rahmen der Vorsorgekoloskopie sind extrem gering. Trotz der hohen Akzeptanz der Vorsorgeangebote nehmen jedoch noch nicht alle Anspruchsberechtigten diese Möglichkeit wahr.“

Dr. Hans-Albert Gehle, Präsident der ÄKWL: „„Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen – und zugleich zu denjenigen, bei denen wir mit Vorsorge und Früherkennung besonders viel erreichen können. Der Darmkrebsmonat März erinnert uns daran: Wer Angebote zur Früherkennung nutzt, verbessert seine Heilungschancen deutlich. Besonders wichtig ist, dass wir über das Thema offen sprechen und Hemmschwellen abbauen – denn Vorsorge ist kein Tabu, sondern Verantwortung für die eigene Gesundheit. Darmkrebs-Früherkennung rettet Leben. Vorsorge ist Verantwortung, kein Tabu.“

Dirk Ruiss, Leiter der vdek-Landesvertretung NRW: „Darmkrebs ist eine der wenigen Krebserkrankungen, bei der wir mit wirksamer Vorsorge tatsächlich Leben retten können. Gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch auf umfassende und kostenfreie Früherkennungsangebote. Diese Möglichkeiten sollten unbedingt genutzt werden. Als Krankenkassen setzen wir uns dafür ein, dass möglichst viele Menschen erreicht werden und 3 Vorsorge selbstverständlich wird. Denn je früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen – und desto häufiger kann er sogar verhindert werden.“

Tom Ackermann, Vorsitzender des Vorstandes der AOK NordWest: „Koloskopien bilden den Kern der Darmkrebsfrüherkennung. Deshalb appellieren wir an die Bevölkerung in Westfalen-Lippe, die Chance zu nutzen, um Symptome medizinisch abklären zu lassen oder im Rahmen der Vorsorge Darmkrebs frühzeitig zu erkennen. Positiv ist, dass die Darmkrebsvorsorge für Männer und Frauen ab dem Alter von 50 Jahren seit dem letzten Jahr einheitlich geregelt ist. Jetzt besteht ein gleicher Anspruch auf Untersuchungen mit identischen Intervallen ab 50 Jahren. Das ist ein wichtiger Baustein in der Weiterentwicklung der Darmkrebsfrüherkennung. Denn bisher wurde Frauen erst ab dem Alter von 55 Jahren eine Darmspiegelung auf Kosten ihrer gesetzlichen Krankenkasse angeboten.“

Zur AOK-Themenseite: www.aok.de/pk/leistungen/krebsvorsorge-frueherkennung/darmkrebsvorsorge

INFO: Darmkrebs ist tödlich – trotzdem sorgen zu wenige vor

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland misst medizinischer Vorsorge eine hohe Bedeutung bei, setzt diese Erkenntnis im Alltag jedoch nur eingeschränkt um. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Yougov-Umfrage im Auftrag von Doctolib zum Weltkrebstag 4. Februar. Demnach halten 84 Prozent der Befragten allgemein Vorsorgeuntersuchungen jeglicher Art für wichtig, aber nur 42 Prozent nehmen entsprechende Termine regelmäßig wahr. Darmkrebs-Früherkennung macht demnach 7,5 Prozent aller Vorsorgetermine aus.

Das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) des Robert Koch-Instituts (RKI) hat anlässlich des Weltkrebstages Zahlen zu „Krebs in Deutschland“ veröffentlicht. Demnach wurden im Jahr 2023 in Deutschland insgesamt schätzungsweise 517.800 Krebserkrankungen diagnostiziert. Davon entfielen 55.320 Fälle, also rund 11 Prozent, auf den Dick- und Enddarm. Davon wiederum endeten 22.670 Darmkrebserkrankungen und damit rund 41 Prozent tödlich – also beinahe jeder zweite Fall. Dabei ist die Zahl der Todesfälle innerhalb von zwei Jahrzehnten von rund 28.900 Fällen im Jahr 2003 um rund 22 Prozentpunkte zurückgegangen.

In Nordrhein-Westfalen erkranken jährlich rund 14.000 Männer und Frauen neu an Darmkrebs, Männer etwas häufiger als Frauen. Das Erkrankungsrisiko steigt mit fortschreitendem Alter stetig an. Unter den krebsbedingten Todesfällen in NRW stellten Krebserkrankungen der Verdauungsorgane im Jahr 2024 erneut die häufigste Todesursache dar. Der Anteil betrug laut Statistischem Landesamt 30,0 Prozent bei Männern und 27,2 Prozent bei Frauen. – sk

Ansprechpartner für die Presse:

Christian Breidenbach, vdek NRW: christian.breidenbach@vdek.com, 0211 384-1015
Jens Kuschel, AOK NordWest: presse@nw.aok.de, 0800 2655 505528
Volker Heiliger, ÄKWL: heiliger@aekwl.de, 0251 929-2110
Dr. Holger Böhm, bng, bng@skriptstudio.de, 0231 9252-7905
Stefan Kuster (sk), KVWL: pressestelle@kvwl.de, 0231 9432-3576

Felix Burda Stiftung – Kurzprofil

Die Felix Burda Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation, die sich seit 2001 für die Prävention und Früherkennung von Darmkrebs einsetzt. Gegründet wurde sie von Dr. Christa Maar (†) und Prof. Dr. Hubert Burda nach dem Tod ihres Sohnes an dieser Krankheit.

Ziel der Stiftung ist es, die Darmkrebssterblichkeit in Deutschland deutlich zu senken, indem sie die Bevölkerung über Risiken aufklärt und zur Vorsorge motiviert. Dazu initiiert sie bundesweite Kampagnen, Informationsangebote und Projekte wie den „Darmkrebsmonat März“ oder den Felix Burda Award.

Als wichtige Stimme im Gesundheitsbereich verbindet die Stiftung Medizin, Öffentlichkeit und Politik, um die Bedeutung der Vorsorge nachhaltig im Bewusstsein der Menschen zu verankern.

Darmkrebsmonat März – Kurzbeschreibung

Der Darmkrebsmonat März ist eine bundesweite Aufklärungskampagne, die seit 2002 von der Felix Burda Stiftung gemeinsam mit Partnern initiiert wurde. Jedes Jahr steht der Monat März ganz im Zeichen der Darmkrebsvorsorge und soll Menschen für die Bedeutung der Früherkennung sensibilisieren.

Ziel der Initiative ist es, die Bevölkerung über Risiken aufzuklären und zur Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen wie Stuhltest oder Darmspiegelung zu motivieren, da Darmkrebs durch frühzeitige Erkennung oft vermeidbar ist.

Durch bundesweite Kampagnen, Medienarbeit und Kooperationen mit Organisationen, Ärzten und Unternehmen erreicht der Darmkrebsmonat eine breite Öffentlichkeit und leistet einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Darmkrebssterblichkeit.